Fußball nach dem Krieg

Fußball ist ein Teamsport, fördert die Fairness und den Mannschaftsgeist. Herkunft, Einkommen, Alter spielen auf dem Platz keine Rolle, es zählt allein die Leistung.

Deshalb war der Fußball nach dem Krieg nicht nur ein netter Zeitvertreib, sondern wichtiger Bestandteil des Dorflebens. Alteingesessene Oberaulaer, Kriegsgewinner und –verlierer sowie Vertriebene aus Schlesien oder Pommern vergaßen während der 90 Minuten ihre Sorgen und verschmolzen zu einer Mannschaft, einem Team, zunächst vielleicht nur auf dem Platz oder bei einem Bierchen nach dem Spiel im Gasthaus „Zur Linde“, später aber auch im „richtigen“ Leben.

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Umkleiden und Duschen

Wer in den ersten Jahren nach Kriegsende nach einer gepflegten Umkleidekabine oder gar einer fein gefliesten Dusche Ausschau hielt, der suchte vergebens. Verrauchte und nach Alkohol riechende Tanzsäle in den Vereinslokalen oder ein dunkler, muffiger Kellerraum in der Schule waren die gängigen Angebote der Fußballvereine in den Kreisklassen. 

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Ausgerastet

Aufsehen erregende Aktionen nach einem Punktspiel der TSG-Fußballer gegen Schenklengsfeld, das die TSG knapp, nach Meinung der Gäste aber unverdient gewonnen hatte: 

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Auswärtsspiel

Mit gemischten Gefühlen fuhr die 1. Mannschaft zum Rückspiel nach Weißenhasel, nachdem sich in der Vorserie ein tragischer Unfall ereignet hatte. Nach einem Zusammenprall mit Heinz Fischer brach das Schienbein eines Gästestürmers. Natürlich trug nach Meinung der Gäste Heinz Fischer allein die Schuld. Die Revanche für das Rückspiel war also vorprogrammiert. Entsprechend unhöflich johlend wurde der Mannschaftsbus bereits am Vereinslokal empfangen.  Um eine Eskalation schon vor dem Spiel zu vermeiden, stieg die Mannschaft nicht aus, sondern fuhr in Sportplatznähe, um sich dort umzuziehen. Verängstigt schlich man zur Passkontrolle. Das Spiel begann wie zu erwarten mit rüden Attacken gegen die Spieler von Oberaula. So versuchte man die technische Überlegenheit der Gäste zu kompensieren. Aber die Platzherren hatten ihre Rechnung ohne den hervorragenden höherklassig pfeifenden Schiedsrichter aus Bebra gemacht. Es hagelte Feistöße am laufenden Band. Aus Unmut und Verzweiflung über diese Entscheidungen verlor ein Spieler die Nerven und drosch den Ball aus dem Spielfeld in die Gemüsegärten weit unterhalb des Sportplatzes. Kein Zuschauer bewegte sich. Auch der betroffene Spieler weigerte sich, den Ball zu holen. Auf

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