Anfänge des Fußballs

Der Fußballsport kam um 1870 aus England nach Deutschland, wurde zunächst verboten, dann nur in Gymnasien und später fast ausschließlich in den großen Städten wie Hamburg oder Berlin gespielt. Am 28. Januar 1900 wurde zwar in Leipzig der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegründet, doch es sollte noch zwanzig Jahre dauern, bis das runde Leder seinen Weg nach Oberaula fand.

Ein Ferienjunge aus Iserlohn namens Sichtermann, so berichten Zeitzeugen, brachte die Regeln des Spiels mit und zeigte den Oberaulern wie man das „Runde ins Eckige“ bringen konnte. Wobei, die damaligen Sportgeräte „rund“ zu nennen, wohl übertrieben wäre. Ein richtiger Fußball war unerschwinglich und so benutzen die Spieler damals alles, was ihnen geeignet erschien. Lumpen, Dosen, Holzstücke - einfach alles, was man mit einem Fuß treten konnte. Doch irgendwann wollten die jungen Kicker einen richtigen Ball und wandten sich mit ihrer Bitte an den Vorstand des Turnvereins. Der erfüllte den Wunsch der jungen Kicker und 1922 wurde die erste Fußballmannschaft des „Turnvereins Oberaula“ beim Westdeutschen Fußballverband angemeldet. Das erste Spielfeld war die Kasselwiese, nach dem Bau des Gemeindehauses 1928 musste der Spielbetrieb auf den Sportplatz nach Hausen verlegt worden.

Chronik Gaumeister-1931
Gaumeister 1931(Sportplatz in Hausen)

1932 trennte sich die Fußballabteilung aus politischen Gründen vom Gesamtverein und der Landjäger Walter gründete einen eigenständigen Fußballverein. Die ersten Trikotfarben waren blau-rot längs-gestreift, die älteren Fußballer spielten in Gelb mit schwarzen Kragen. In Anlehnung an den in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts sehr erfolgreichen Fußballclub, 1. FC Nürnberg, führte man später jedoch weinrote Trikots mit schwarzen Hosen ein, die bis heute die Vereinsfarben der TSG Oberaula sind.

Aus nicht bekannten Gründen entstand in dieser Zeit eine Kluft zwischen dem Turn- und dem Fußballverein, die sich weder sportlich achteten noch zusammenarbeiteten. Das Bindeglied zwischen diesen beiden verfeindeten Blöcken war der Schwimmsport, der von Beteiligten beider Fraktionen betrieben wurde.

Frühgeschichte

Die Ursprünge der TSG Oberaula verlieren sich im Dunkel des beginnenden 20. Jahrhunderts: Die Arbeitslosigkeit in Oberaula ist hoch, die meisten ernähren sich von dem, was ihnen der eigene Acker bietet. Und das ist wenig. Diejenigen, die ihre Kinder nicht hungrig in die Schule schicken wollen, gehen zum Arbeiten in die Zechen ins Ruhrgebiet oder suchen ihr Glück in der neuen Welt, in Amerika.

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Schwimmsport

Rektor Kaiser, ein großer Wegbereiter für den Schwimmsport, hatte bereits 1924 bei der Gemeinde angefragt, ob das sumpfige Gelände in der Längersbach zum Bau eines Schwimmbades zur Verfügung gestellt werden könnte.

1927 machte Kaiser, nun als Vorsitzender des Turnvereins, einen neuerlichen Vorstoß mit dem Ergebnis, dass der Bau eines Schwimmbades tatsächlich genehmigt wurde.

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Neuanfang nach dem Krieg

Der Neuanfang war schwierig, denn nach dem Krieg blieben dem Verein nur noch 56 Mitglieder. Deshalb stand die erste Versammlung der Nachkriegszeit am 12.04.1946 ganz unter dem Zeichen der Neustrukturierung der „Turn- und Sportgemeinde 1907 Oberaula“. Zum ersten Vorsitzenden wurde Maurermeister Heinrich Weppler gewählt, der mit einer umfangreichen Mitgliederwerbung versuchte, den Verein auf eine breitere Basis zu stellen.

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© TSG 1907 Oberaula e. V.